Gotthard Bonell – Metamorphosen

Uwe Haupenthal


72 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, broschiert
ISBN 978-3-86530-177-2

 

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Gotthard Bonell – Metamorphosen

Details

Verschnürte Objekte, Kleidungsstücke, vornehmlich aus Leder, die sich in ihrer Form verselbstständigen und in ihren Falten nicht selten eine freie Struktur ausbilden, bestimmen ebenso das bildnerische Vokabular des Malers und Grafikers Gotthard Bonell wie die Auseinandersetzung mit Früchten, Fundstücken aus der Natur, mit der offenen Landschaft, der menschlichen Figur bzw. dem Porträt. Akribisch und mit großer handwerklicher Verve nähert sich Bonell dem Sujet, das eine überraschende, oftmals irritierende Präsenz durch den Anspruch unbedingter Nähe entfaltet. Die Erfahrung von Wirklichkeit gerät schier aus den Fugen. Sie verselbstständigt sich, treibt seltsame Blüten und setzt kaum zu kontrollierende Emotionen frei. Körper und Objekte, Momente des Landschaftlichen wie des Stilllebenhaften durchdringen sich und verweisen zugleich auf eine mit willfährigen Assoziationen angereicherte Ebene. Diese nimmt von überkommenen Sehgewohnheiten Abstand und erzeugt im Gegenzug eine surreal anmutende Welt.

Gotthard Bonell wurde 1953 in Truden (Südtirol) geboren und studierte an der Kunstlehranstalt St. Ulrich/Gröden sowie an den Kunstakademien von Venedig und Mailand. Er lebt und arbeitet in Bozen, Truden und Wien.