Horst Jähner

Kunstkritiker, Verlagsdirektor und Expressionismus-Experte

Horst Jähner, geboren am 14. Oktober 1918 in Berlin, gestorben am 30. Dezember 2006 in Berlin, widmete sich nach seiner Rückkehr aus britischer Kriegsgefangenschaft nach dem Zweiten Weltkrieg ab 1947 diversen Studien – zunächst der Jura und der Volkswirtschaft, später der Kunstgeschichte, Theatergeschichte, Archäologie und Philologie.

Nach Jahren der Tätigkeit als Kunsthistoriker – vor allem als Kunstkritiker für Presse und Rundfunk — kam er zum VEB Verlag der Kunst Dresden, den er von 1963 bis 1987 leitete. Daneben wirkte er nach seiner Promotion im Jahre 1978 bis 1985 als Honorarprofessor an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Horst Jähner verfasste zahlreiche Monografien über expressionistische Künstler wie Franz Marc, Otto Mueller und Erich Heckel, aber auch über stilistisch weniger eindeutig einer Richtung zuzuordnende Maler wie Max Beckmann oder Bert Heller.

Sein Hauptwerk widmete sich der Künstlergruppe Brücke. Für die Publikation "Künstlergruppe Brücke. Geschichte einer Gemeinschaft und das Lebenswerk ihrer Repräsentanten" erhielt er 1987 den Kunstpreis der DDR.

Publikationen (Auswahl)

  • Welt der Kunst – Bert Heller. Henschelverlag, Berlin 1959
  • Franz Marc. Verlag der Kunst, Dresden 1972
  • Max Beckmann. Verlag der Kunst, Dresden 1973
  • Erich Heckel. Verlag der Kunst, Dresden 1975
  • Künstlergruppe Brücke. Geschichte einer Gemeinschaft und das Lebenswerk ihrer Repräsentanten. Henschelverlag, Berlin 1984